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Tipps Unterbewusstsein

Immer wieder nehmen wir uns vor, etwas gegen unsere Essstörung zu unternehmen, damit aufzuhören, Dinge anders zu machen. Und immer wieder scheitert dieses Vorhaben. Dadurch entwickeln wir noch mehr Schuldgefühle, denn wir halten uns für Willensschwach, und legen somit den Grundstein für die nächste Essattacke.

Einer der Gründe, warum das immer wieder passiert, ist, dass unser Bewusstsein (Verstand) und unser Unterbewusstsein nicht nach den gleichen „Regeln“ arbeiten und daher häufig unterschiedliche Ziele verfolgen. Das Unterbewusstsein äußert sich in Bildern und Gefühlen und bringt Dinge in Zusammenhang, die rein logisch gar nicht zusammen gehören. Ein Beispiel, das wahrscheinlich jeder kennt: Du hörst den Sommerhit vom letzten Jahr im Radio und plötzlich siehst du die Bilder vom Urlaub in Spanien vor dir. Rein logisch betrachtet hat das Lied mit deinem Urlaub gar nichts zu tun, dein Unterbewusstsein hat jedoch eine Verbindung hergestellt. Unser Unterbewusstsein reagiert um einen Bruchteil von Sekunden schneller als unser Bewusstsein und es will sofort „glücklich“ gemacht werden. Übertragen auf unser Problem Essstörung bedeutet das Folgendes: Der Wunsch, endlich normal zu essen, entsteht in unserem Gehirn, er ist logisch nachvollziehbar und er ist langfristig gesehen die deutlich bessere Alternative zur Essstörung. Wir starten also voller guter Vorsätze in den Tag und es geht so lange gut, bis uns eine bestimmte Situation „aus der Bahn“ wirft und jetzt greift unser Unterbewusstsein ein. Denn es funktioniert immer und es funktioniert schnell und es will sofort auf die sichere Seite und teilt uns mit: Ich will essen und zwar sofort und ganz viel. Und so beginnt der Kampf in unserem Inneren...

Wir sind keineswegs willensschwach, wir sind Menschen, die von der Natur mit einem Doppelsystem ausgestattet wurden und wir können daran arbeiten, diese beiden Systeme in Einklang zu bringen. D. h. wir müssen unser Ziel, gesund zu werden, so formulieren, dass es auch unser Unterbewusstsein „glücklich“ macht und das geht so:

Formuliere einen Wunsch in Bezug auf dein Leben ohne die Essstörung

Checke diesen Wunsch, ist er wirklich dein Herzenswunsch? Oder ist es dass, was dein Freund, deine Mutter, die Gesellschaft, etc. wollen? Korrigiere deinen Wunsch ggf., so dass es in jedem Fall deiner ist.

Lies dir deinen Wunsch langsam vor und beobachte, wie dein Körper darauf reagiert. Falls irgendein negatives Gefühl, Bilder etc. auftauchen, formuliere deinen Wunsch so lange um, tausche ggf. Wörter aus, bis er sich gut anfühlt. Das kann ein paar Tage dauern, nimm dir die Zeit.

„Bastele“ dir dein ganz persönliches Lebensmotto aus diesem Wunsch und beachte dabei Folgendes:

Das Wort NICHT darf in deinem Motto nicht vorkommen

Die Vorsilbe UN- darf in deinem Motto nicht vorkommen

Komperative (Bsp.: beweglich-er) dürfen in deinem Motto nicht vorkommen.

Die Endung –LOS darf in deinem Motto nicht vorkommen

Konfrontiere dich so oft wie möglich mit deinem Motto, schreibe es dir auf, erinnere dich daran und genieße das gute Gefühl....

Wenn du dein Motto nach diesen 5 Punkten erstellt hast, hilft dir dein Unterbewusstsein ganz von alleine dein Ziel zu erreichen; der Verstand, idealerweise unterstützt durch Therapie etc. und die Zeit übernehmen den Rest...

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass du dein Motto selbst entworfen hast und nicht eine der weitverbreiteten Affirmationen übernommen hast, denn das sind Sätze von anderen Menschen und damit kommen dein Verstand und dein Unterbewusstsein nicht zusammen!

Natürlich funktioniert das nicht nur in Bezug auf die Essstörung, sondern auf alle Ziele, die wir gerne erreichen möchten.

Weitere Informationen hierzu und ein ausführliches Beispiel gibt es im Online-Workshop.